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Farmen & Automatisierung (Basics)

Farmen & Automatisierung (Basics)

Automatische Farmen nehmen dir stumpfe Arbeit ab: Statt jeden Tag Zuckerrohr zu ernten, baust du eine Anlage, die das selbst erledigt und die Beute in eine Kiste legt. Für Einsteiger reicht dafür erstaunlich wenig Redstone. Dieser Artikel zeigt dir das Grundprinzip, die drei, vier einfachsten Farmen und wie du serverfreundlich baust, damit dein Server auf gamesilo.de flüssig läuft und nicht durch Redstone- oder Entity-Lag ausgebremst wird.

Das Grundprinzip jeder Sammelfarm

Fast jede automatische Farm besteht aus denselben drei Bausteinen:

1. Etwas wächst oder entsteht (Pflanze, Tier, Mob). 2. Etwas erntet oder tötet es (Wasser, Kolben, Sturz, Beobachter/Observer). 3. Etwas sammelt die Beute ein (Trichter unter dem Boden, der in eine Kiste führt).

Der Kern ist die Trichter-Kisten-Kette: Ein Trichter (Hopper) zieht Items ein, die auf ihm oder direkt darüber liegen, und schiebt sie in den Block, auf den seine Tülle zeigt. Reihst du mehrere Trichter aneinander, wandert die Beute automatisch zur Kiste.

> Tipp: Zum Ausrichten eines Trichters gehst du in die Hocke (Sneak) und platzierst ihn mit Blick auf den Zielblock. So zeigt die Tülle direkt in die Kiste oder in den nächsten Trichter.

Kürbis- und Melonenfarm

Kürbis und Melone sind ideal für die erste Redstone-Farm, weil die reife Frucht neben dem Stängel wächst und man sie einfach abbauen kann, ohne die Pflanze zu zerstören.

So funktioniert die einfache Kolben-Variante:

1. Lege eine Reihe Ackerboden an und pflanze Kürbis-/Melonenkerne. Daneben lässt du je ein Feld frei, auf dem die Frucht erscheint. 2. Platziere auf dem Nachbarfeld einen Beobachter (Observer), der auf das leere Fruchtfeld schaut. Sobald die Frucht wächst, gibt der Observer ein Signal. 3. Dahinter setzt du einen Kolben (Piston), der die Frucht wegschiebt bzw. mit einem normalen Kolben zerstört (Frucht bricht als Item ab). 4. Darunter liegen Trichter, die das Item einsammeln und in die Kiste leiten.

> Tipp: Halte die Anlage kompakt und schalte pro Wachstumsereignis nur einen kurzen Puls. Riesige Kolben-Teppiche, die dauernd feuern, sind der häufigste Grund für Redstone-Lag.

Zuckerrohrfarm

Zuckerrohr wächst bis zu drei Blöcke hoch. Geerntet wird der mittlere Block, damit die unterste Pflanze stehen bleibt und weiterwächst.

1. Setze Zuckerrohr auf Sand oder Erde direkt neben Wasser. 2. Platziere in Höhe des zweiten Blocks einen Observer, der das Zuckerrohr beobachtet. 3. Wächst das Rohr auf diese Höhe, löst der Observer einen Kolben aus, der den oberen Teil abbricht. 4. Ein Wasserstrom oder Trichter darunter transportiert die Items in die Kiste.

Dieselbe Observer-Kolben-Logik funktioniert für Bambus nahezu identisch: Bambus wächst sehr schnell in die Höhe, ein Observer auf der gewünschten Erntehöhe plus Kolben liefert dir laufend Nachschub für Gerüste, Brennstoff oder eine Knochenmehl-freie Antriebsquelle.

> Achtung: Bambus wächst extrem schnell. Baust du viele Reihen, erzeugst du massenhaft Item-Entities. Begrenze die Zahl der Pflanzen und sorge dafür, dass Trichter die Items sofort einsammeln.

Eisengolem-Farm (Eisenfarm)

Eisen bekommst du zuverlässig über Dorfbewohner, die bei „Panik" einen Eisengolem spawnen. Eine einfache Farm braucht:

  • Mindestens einen Dorfbewohner (praktisch mehrere, z. B. drei) in einer Zelle.
  • Einen Zombie in Sichtweite (hinter Glas), der die Dorfbewohner dauerhaft erschreckt.
  • Einen definierten Spawn-Bereich, unter dem der Golem in eine Tötungskammer fällt (z. B. Sturz auf Kakteen/Lava-freie Falle oder Fall-Schaden) und das Eisen in Trichter landet.

Das ist die einzige Farm hier mit lebenden Entities als Motor, deshalb ist Maß halten wichtig: Ein oder zwei Golem-Farmen reichen völlig.

> Achtung: Der Golem-Spawn ist an Dorf-Mechanik und Spielerabstand gekoppelt. Auf Servern mit angepassten Spawn-Regeln (Paper/Purpur) kann das Verhalten abweichen. Prüfe im Zweifel die Server-Einstellungen oder frag im Support.

Serverfreundlich bauen

Kostenlose Server haben begrenzten Arbeitsspeicher und CPU. Diese Regeln halten die TPS (Ticks pro Sekunde) oben:

  • Items sofort einsammeln. Herumliegende Items sind Entities und kosten Leistung. Trichter direkt unter der Erntestelle sind Pflicht.
  • Redstone kurz halten. Nutze Observer statt Redstone-Uhren (Clock-Loops). Dauerlaufende Uhren feuern jeden Tick und sind der klassische Lag-Verursacher.
  • Nicht überdimensionieren. Zehn kleine, ausreichende Farmen sind schlechter als eine gut geplante. Baue nur so groß, wie du wirklich brauchst.
  • Trichter minimieren. Jeder Trichter prüft ständig seinen Inhalt. Kombiniere Wasserströme mit einem einzelnen Sammel-Trichter statt langer Trichter-Ketten.
  • Chunk-Grenzen beachten. Farmen laufen nur, wenn der Chunk geladen ist, also in Spielernähe.

> Tipp: Auf Paper-basierten Servern (Standard bei Gamesilo) helfen Optionen zum Zusammenfassen (Merging) von Items. Mit einem Rechte-Plugin wie LuckPerms oder Basis-Befehlen aus EssentialsX kannst du zudem sehen, wer Farmen baut. Beide findest du auf Modrinth bzw. Hangar/PaperMC.

Bienen kurz erklärt

Bienen bestäuben Pflanzen und beschleunigen deren Wachstum, was Farmen wie Melone oder Weizen unterstützt. Für eine kleine Honig-/Wachs-Ernte stellst du Bienenstöcke neben Blumen auf und erntest mit einer Schere (Wabe) oder Glasflasche (Honig). Wichtig: Ernte mit einem Lagerfeuer unter dem Stock, dann greifen die Bienen nicht an. Bienen sind niedlich, aber ebenfalls Entities, also halte die Völker klein.

Siehe auch

  • Redstone-Grundlagen
  • Plugins installieren (Paper/Hangar)
  • TPS & Server-Performance
  • Weizen-/Kartoffel-Farmen mit Dorfbewohnern
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