Mods am PC installieren: Fabric (Client)
Mods am PC installieren: Fabric (Client)
Fabric ist der derzeit beliebteste Mod-Loader für Minecraft: Java Edition. Er ist schlank, wird sehr schnell für neue Versionen aktualisiert und trägt einen Großteil der modernen Client-Mods. In diesem Artikel richtest du Fabric Schritt für Schritt auf deinem eigenen PC ein, installierst Mods aus vertrauenswürdigen Quellen und stellst sicher, dass alles zu deinem Gamesilo-Server passt, damit du problemlos mitspielen kannst.
> Wichtig: Fabric funktioniert nur mit der Java Edition (PC). Die Bedrock Edition (Windows-Store, Konsole, Handy) unterstützt weder Fabric noch klassische Java-Mods.
Bevor du startest
- Ein installierter, funktionierender Minecraft Java Launcher (offizieller Launcher oder eine Alternative wie Prism Launcher).
- Eine aktuelle Java-Laufzeit. Neuere Minecraft-Versionen brauchen Java 21 (etwa von Adoptium/Temurin). Der offizielle Launcher bringt das passende Java meist selbst mit.
- Notiere dir die Minecraft-Version deines Servers. In deinem Gamesilo-Dashboard findest du sie in den Server-Details. Client und Server müssen dieselbe Version nutzen (z. B. beide 1.21.4).
Schritt 1: Fabric Loader installieren
1. Öffne die offizielle Seite fabricmc.net und lade dort den Fabric Installer herunter (die `.jar`-Datei). Lade Fabric ausschließlich von dieser offiziellen Quelle. 2. Schließe den Minecraft-Launcher, falls er läuft. 3. Starte den Installer per Doppelklick. Klappt das nicht, öffne ihn über die Kommandozeile mit `java -jar fabric-installer-....jar`. 4. Wähle den Reiter "Client". 5. Stelle bei "Minecraft Version" exakt die Version deines Servers ein. Setze bei Bedarf das Häkchen "Show snapshots" nur, wenn du wirklich eine Snapshot-Version brauchst. 6. Lass die vorausgewählte, stabile Loader Version stehen. 7. Klicke auf "Install". Der Installer legt ein neues Launcher-Profil namens "fabric-loader-..." an.
> Tipp: Nutzt du Prism Launcher, geht es noch einfacher: Erstelle eine neue Instanz, wähle die Minecraft-Version und aktiviere im selben Dialog den Mod-Loader "Fabric". Damit hast du pro Server eine saubere, getrennte Instanz.
Schritt 2: Fabric-Profil im Launcher wählen
1. Öffne den offiziellen Launcher. 2. Klicke unten links neben dem grünen "Spielen"-Button auf die Profilauswahl. 3. Wähle das neue Profil "fabric-loader-<version>" aus. 4. Starte Minecraft einmal mit diesem Profil und beende es wieder. Dadurch wird der Ordner `mods` erstellt und Fabric prüft, ob alles läuft.
Schritt 3: Fabric API installieren
Fast alle Fabric-Mods benötigen die Fabric API als Grundbaustein. Ohne sie stürzt der Client beim Start oft ab.
1. Öffne Modrinth oder CurseForge und suche nach "Fabric API". 2. Wähle die Datei, die exakt zu deiner Minecraft-Version und zum Loader "Fabric" passt. 3. Lade die `.jar`-Datei herunter. 4. Verschiebe sie in den Ordner `mods` (siehe unten).
> Hinweis: Verwechsle die Fabric API nicht mit dem Fabric Loader. Der Loader startet das Modsystem, die API stellt gemeinsame Funktionen für die Mods bereit. Du brauchst beides.
Schritt 4: Den mods-Ordner finden
Der Ordner `mods` liegt im Minecraft-Verzeichnis:
- Windows: `%appdata%\.minecraft\mods` (in den Explorer-Adressbalken eingeben)
- macOS: `~/Library/Application Support/minecraft/mods`
- Linux: `~/.minecraft/mods`
Bei Prism Launcher erreichst du ihn am schnellsten über einen Rechtsklick auf die Instanz und "Ordner öffnen" bzw. den Reiter "Mods".
Schritt 5: Mods herunterladen und einlegen
1. Suche deine Mods auf Modrinth oder CurseForge. Beides sind die etablierten, moderierten Plattformen. Lade keine Mods aus Foren, per Werbe-Link oder von unbekannten Seiten. 2. Achte bei jeder Mod auf drei Angaben: Loader = Fabric, passende Minecraft-Version und ggf. den Hinweis, dass die Fabric API benötigt wird. 3. Lade jede Mod als `.jar` herunter und lege sie direkt in den `mods`-Ordner. Entpacke die Dateien nicht. 4. Starte Minecraft mit dem Fabric-Profil. Über das Mod-Menü (bei installierter Mod "Mod Menu") kannst du prüfen, was geladen wurde.
> Tipp: Beliebte, harmlose Client-Mods zum Einstieg sind Performance-Mods wie Sodium und Lithium sowie Komfort-Mods wie Mod Menu. Sie verbessern FPS und Bedienung, ohne das Gameplay zu verändern.
Client-Mods und dein Server
Zum gemeinsamen Spielen ist die Version das A und O: Dein Client muss dieselbe Minecraft-Version wie der Server fahren. Bei den Mods selbst gibt es zwei Sorten:
- Reine Client-Mods (z. B. Sodium, Minimaps, Optik-Verbesserungen) laufen nur bei dir. Der Server muss sie nicht kennen.
- Server-relevante Mods (Inhalts- und Gameplay-Mods) müssen auf Client und Server identisch installiert sein, sonst wirst du beim Verbinden abgewiesen.
Damit dein Server überhaupt Fabric-Mods lädt, muss er ebenfalls auf Fabric laufen. In deinem Gamesilo-Dashboard richtest du serverseitige Mods über den Mod-Katalog ein; achte darauf, exakt dieselben Mods in derselben Version wie im Client zu verwenden.
> Achtung: Ein Server, der auf Paper oder Vanilla läuft, akzeptiert keine Fabric-Gameplay-Mods. Für ein modifiziertes Miteinander brauchst du auf beiden Seiten Fabric.
Häufige Fehler
- Client stürzt sofort ab: Meist fehlt die Fabric API oder eine Mod passt nicht zur Minecraft-Version.
- Falsches Profil: Du hast Minecraft mit dem Vanilla-Profil statt mit "fabric-loader-..." gestartet.
- Versionen gemischt: Mods für 1.20 im 1.21-Ordner. Sortiere pro Version eigene Ordner oder Instanzen.
- `.jar` entpackt: Mods gehören als komplette `.jar`-Datei in den Ordner, nicht ausgepackt.
- Verbindung abgelehnt: Server- und Client-Modliste stimmen nicht überein.
- Java zu alt: Neuere Versionen brauchen Java 21. Aktualisiere über Adoptium oder den Launcher.
> Tipp: Wenn etwas nicht startet, öffne die Datei `latest.log` im Ordner `.minecraft/logs`. Die letzte Fehlermeldung nennt fast immer den Namen der problematischen Mod.
Siehe auch
- Fabric-Mods auf dem Server installieren
- Minecraft-Version von Server und Client abgleichen
- Performance-Mods: Sodium, Lithium und Co.
- Prism Launcher: Instanzen anlegen und verwalten